Was ist Zoigl

Kommunbrauhaus

Einmalige Bierspezialität der nördlichen Oberpfalz

Der Zoigl ist eine außergewöhnliche Bierspezialität der nördlichen Oberpfalz. Die Wurzeln reichen zurück bis ins Mittelalter.

Beim Zoigl handelt sich um ein nach alter Tradition, handwerklich hergestelltes, untergäriges und ungefiltertes Bier, das nach dem bayerischen Reinheitsgebot hergestellt wird. Geschmack, Farbe und Aroma weisen von Bräu zu Bräu leichte Variationen auf.

Geschmacksbestimmend für unseren Mitterteicher Kommunbrauzoigl sind die noch holzbefeuerte, eiserne Sudpfanne, das offene Kühlschiff, die Hopfenzugabe, die Lagerzeit, unsere eigene Rezeptur und die handwerkliche Kunst unseres Kommunbraumeisters.

Unser Zoigl ist urwüchsig, natürlich und herb, so wie unsere Stiftländer Region und wird handwerklich im historischen Kommunbrauhaus der Stadt Mitterteich nach jahrhundertealter, über viele Generationen hinweg überlieferter Tradition gebraut.

Wir verwenden ausschließlich beste Zutaten: Quellwasser, Gerstenmalz, Hopfen und Bierhefe.

Herkunft des Zoigl

Kloster Waldsassen

Der Zoigl hat eine jahrhundertealte Tradition, hauptsächlich in der nördlichen Oberpfalz, die bis heute erhalten geblieben ist.

Die Geschichte des Zoigl ist in unserer Region sehr stark mit der des Klosters Waldsassen verbunden. Um 1050 ließen sich Mönche in Waldsassen nieder, um von hier aus das Land urbar zu machen. Es war zunächst eine kleine Abtei, später wurde ein Kloster gegründet. Der zum Kloster gehörende Grundbesitz wurde Stiftland genannt. Der Name für diese Region ist bis heute erhalten geblieben.

Das Brau- wie auch das Schankrecht waren in diesen Zeiten ein herrschaftliches Privileg. Der Landesherr im Stiftland, also der Abt von Waldsassen, begnadete die Bürger der Städte und Märkte mit den entsprechenden Rechten, wofür er freilich eine Abgabe, das Umgeld oder Ungeld erhob, die bei jedem „Bräu“ zu entrichten war.

Der älteste Nachweis liegt aus Nabburg (1296) vor. In Mitterteich heißt es im klösterlichen Freiheitsbrief von 1516:
"Wür haben Sie auch begnadt, dass sie nun undt hinforo (künftig) in den Marckt frey breyen undt Schenkhen mögen".

Dieses verbriefte Recht ist bis heute gültig.

Zoiglstern

Zoiglstern

Der „Zeigl“ – ein Wegweiser.

Der sechszackige Stern besteht aus zwei sich überlappenden gleichseitigen Dreiecken, die jeweils die Elemente Feuer, Wasser und Luft bzw. die seit dem Mittelalter bekannten Grundstoffe Hopfen, Malz und Wasser symbolisieren.

Von diesem „Zeiger“ – in archivarischen Quellen ist in 1661 für Mitterteich von „Pierzaigl“ zu lesen – leitete man später den Namen des Bieres (Zeugl in Zoigl) ab. Der „Zeigl“ (Zoiglstern) ist auch heute noch das besondere Zeichen dafür, dass zurzeit Zoigl ausgeschenkt wird.

Manchmal wird der Zoiglstern auch durch einen Buschen aus Tannen- oder Fichtenzweigen ersetzt.

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